Der Frankfurter Messeturm – Revitalisierung im laufenden Betrieb

Der Messeturm im Frankfurter Westend war in den 1990er-Jahren das höchste Gebäude Europas und prägt die Skyline der Stadt bis heute. Er wurde 1990 fertiggestellt und verteilt 64 Stockwerke auf 257 Metern.

Nun wurde der Wolkenkratzer im laufenden Betrieb einer umfangreichen Revitalisierung mit hohem architektonischem Anspruch unterzogen. Für die Pläne zur Umgestaltung arbeiteten Messeturm-Architekt Helmut Jahn und der Designer Matteo Thun zusammen. Bislang wurde der im Frankfurter Volksmund genannte „Bleistift“ als reines Bürogebäude genutzt, jetzt wurde die Lobby so umgestaltet, dass eine Café-Bar und ein Restaurant die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen. Der Gebäudesockel hat die größte Veränderung erfahren, er besteht aus gut 18 Meter hohen und drei Meter breiten Glaselementen. Die neue Fassade lässt viel Licht in die komplett neugestaltete Empfangshalle. Die Fassade des Turms wurde nur marginal umgestaltet. Die postmoderne Architektur wird künftig stärker betont, indem die Erker an den Kanten des Turms beleuchtet werden.

Eine logistische Herausforderung für die umfangreiche Revitalisierung war vor allem die Lage des Turms. Der liegt an einer der Hauptverkehrsadern Frankfurts und grenzt zudem direkt an das Messegelände. Der Ablauf der Bauausführung wurde durch den Einsatz von Lean Site Management detailliert aufeinander abgestimmt, was vor allem im Hinblick auf die Realisierung der Maßnahmen im laufenden Betrieb unerlässlich war.